TABALUGA oder die Reise zur Vernunft

Tabaluga – ein Kinderrockmusical von Peter Maffay, Gregor Rottschalk, Rolf Zuckowski, Helme Heine

Tabaluga, ein kleiner grüner Drache, ist eine auf Kinder ausgerichtete Märchengestalt, die ursprünglich von dem deutschen Rocksänger Peter Maffay, dem Kinderliedermacher Rolf Zuckowski und dem langjährigen Maffay-Textautor Gregor Rottschalk erdacht wurde. Das Thema kreierten sie 1983 zunächst nur für die Umsetzung als Konzeptalbum in Form eines Rockmärchens. Tabaluga, dessen Gestalt der Kinderbuchautor und -illustrator Helme Heine entwickelte, lebt in „Grünland“ und ist inzwischen 7 Jahre alt, wobei jedes Drachenjahr 100 Menschenjahren entspricht.

Handlung

Als der kleine Drache Tabaluga den morgendlichen Ermahnungen seines Vaters Tyrion nicht zuhört, schickt ihn dieser auf eine Reise, wie es bei den Drachen schon immer Brauch ist. Tabaluga soll die Vernunft suchen, welche nicht leicht zu erkennen ist, und sich dabei auf „die Kraft die alles bewegt, die Fantasie“ verlassen.

Auf seiner Reise begegnet Tabaluga dem Mond, welcher die Zeit macht, einer Ameisenkönigin, welche auf unbedingte Arbeit und Ordnung setzt, dem Riesen Grynkolos und dem Baum des Lebens. Auch trifft Tabaluga das Feuersalamandermädchen Pyromella. Sie stellen fest, dass sie zwar nicht zueinander passen, aber wenn sie schon keine Freunde sein können, so wollen sie doch wenigstens keine Feinde sein. Pyromella zeigt ihm auch die Kaulquappenschule, mit dem Wahlspruch „Werde Frosch, aber sei kein Frosch“. Der Storch Arafron gibt Tabaluga den Tipp, die zweihundertjährige Meeresschildkröte Nessaja zu befragen und bringt ihn zu ihr. Unterwegs beobachtet er eine Gruppe Delphine, die sich einfach ihres Daseins erfreuen. Am Ende seiner Reise erzählt ihm Nessaja, dass sie nie erwachsen sein wollte und tief in ihrer Seele ein Kind geblieben ist.

 

Mit dem TheaterClub und dem jährlichen TSK Sommerprojekt „summerstars“ bietet das TheaterServiceKärnten Menschen zwischen 3 und 18 Jahren Möglichkeiten ins Theaterleben hineinzuschnuppern, sich auszuprobieren und die Liebe zum Theater zu entdecken.

Das Sommerprojekt „summerstars“ ist mittlerweile eine wichtige und unerlässliche Einrichtung für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in den Ferien, sie gibt ihnen Raum für Kreativität, stärkt das Selbstvertrauen und ganz nebenbei entstehen ganz innige Freundschaften. Das gemeinsame Ziel, nämlich nach einem intensiven Training das Erlernte auf die Bühne zu bringen, vermittelt den Mitwirkenden einen emotionalen und bodenständigen Konsens, den die Kinder von heute so dringend brauchen. Der Zusammenhalt, die gegenseitige Hilfe, das Gefühl, wenn alle an einem Strang ziehen, und natürlich nicht zu vergessen der Grundtenor der Veranstaltung – die musische, tänzerische und schauspielerische Ausbildung – geben dem Projekt Esprit und Zeitgeist.

Meine mittlerweile langjährigen Erfahrungen sind auch wissenschaftlich hinterlegt. Dazu ein kurzes Zitat des bekannten Gehirnforschers Manfred Spitzer:

„Kinder und Jugendliche lernen beim Theaterspielen nicht nur Texte zu memorieren, sich zu konzentrieren, auf andere einzugehen und deutlich artikuliert zu sprechen. Sie lernen auch, sich in der Gruppe einerseits einzufügen und andererseits der Gruppe gelegentlich ein Solo entgegenzusetzen. Sie entwickeln ein Gespür für Sprache und soziale Situationen, spielen emotionale Verhaltensweisen durch, trainieren Bewegungen und entwickeln Selbstbewusstsein, Kreativität und Fantasie sowie ein differenziertes Körpergefühl. Sie müssen sich über längere Zeiträume konzentrieren, ihre Aufmerksamkeit fokussieren und ein Projekt mit Ernsthaftigkeit zu einem gelingenden Abschluss bringen. Erwachsene, die mit jungen Menschen Theater spielen, haben daher immer wieder erfahren, dass es im Grunde kaum etwas Besseres für die gesunde körperliche, seelische und geistige Entwicklung des Menschen gibt, als Theater zu spielen. Kurz: Theaterspielen scheint einen sehr positiven Effekt auf intellektuelle, emotionale und soziale Komponenten der Persönlichkeit zu haben.“[1]

Speziell für die heurige Produktion 2015 „Tabaluga – oder die Reise zur Vernunft“ werden wir mit ca. 25 Kindern im Alter von 8 – 14 Jahren arbeiten. Sie stellen sich einem Casting und dann entsprechend ihrem Können und ihrer Intention werden die Pädagoginnen die Rollen zuteilen.

 

 

Folgende Gruppen werden benötigt:

  • Schauspiel und Sologesang (ab 10 Jahre)
  • Chorkinder
  • Tanzkinder (ab 8 Jahre)

Nach einem Intensivcoaching mit den Pädagoginnen (s. Zeitplan) planen wir 2 Aufführungen. Die Location, das ORF-Theater Kärnten, bietet unseren Darstellern eine imposante Kulisse, ein würdevolles Ambiente und ein perfekt ausgestattetes Studio. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den zuständigen Personen recht herzlich für ihr Engagement bedanken.

Die Geschichte wird von einem Erzähler begleitet, der immer wieder zwischen den Liedern das Wer, Wie, Was und Warum erklärt. Somit werden die Abenteuer von unserem Held Tabaluga nicht nur eine glitzernde Show, sondern beantwortet vielleicht auch die Frage: Soll man überhaupt vernünftig sein?

Unter dem Motto Singen, tanzen, schauspielen – maximaler Spaß und minimaler Druck! starten wir auch wieder heuer in die Saison und hoffen, dass wir Ihr Interesse geweckt haben.

 

 

Monika Schmidinger

Projektleitung

 

[1] Spitzer, Manfred (2009): Aufklärung 2.0. Gehirnforschung als Selbsterkenntnis Wissen & Leben

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