klagenfurter ensemble: Atalanta | Thema: Wenn Mütter ihre Kinder töten | Uraufführung | von Kateřina Černá | Koproduktion mit Theater Kaendace
Regie: Anja M. Wohlfahrt Schauspiel: Sonja Kreibich, Sissi Noé
Inhalt: Diesmal ist das Thema der Mord am eigenen Kind, sowie in vielen Fällen auch der nachfolgende Suizid – der erweiterte Suizid also. Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr entdeckt man die Geschichten liebender Mütter, die nichts von kaltblütigen mordenden Ungeheuern haben, sondern meist durch häusliche Gewalt in eine ausweglose Lage gerieten und daran verzweifelten. Die Gesellschaft nennt sie dann „Monster“, um eine Einordnung zu finden und ihnen klar die Rolle des Bösen zuzuschreiben.
Maltataler Laienspielgruppe: Das Findelkind | Lustspiel von Martina Schwemberger, Plausus Theaterverlag
Schauspiel: Katrin Payer, Bernhard Pacher, Werner Pacher, Marie Feistritzer, Ines Eigner, Daniel Aschbacher, Renate Pacher, Laura Sternat, Othmar Florian
Inhalt: Im Pfarrhaus wird der junge Pfarrer Martin erwartet, da Pfarrer Michel einen Kreislaufkollaps hatte und sich noch schonen soll. Dies ist allerdings leichter gesagt als getan, tragen doch Jung und Alt jede Menge Probleme an die Geistlichkeit heran. Bereits am ersten gemeinsamen Abend im Pfarrhaus taucht ein äußerst ungewohntes Problem auf. Am besten wäre es, alles geheim zu halten. Dies gelingt aber nicht allzu lange, da die zwei größten Tratschweiber vom ganzen Ort Wind von der Sache bekommen. Ein Skandal bahnt sich an, und Pfarrer Michel hat größte Mühe seine Schäfchen zu besänftigen.
Der fast keusche Josef | Komödie von Cornelia Willinger, Wilhelm Köhler Verlag
Regie: Bianca Schlintl Schauspiel: Eduard Schlintl, Johanna Obmann, Mario Rauscher, Anna Ragoßnig, Sarah Prasser, Johann Pilgram, Sonja Höfferer
Inhalt: Wolfgang Josef Raublinger, eine charismatische Rotlichtgröße und Besitzer von Amüsierbetrieben, wandelt sich nach einem Reitunfall inklusive schwerer Gehirnerschütterung. Zuvor ein skrupelloser Spieler, der sein Imperium vom Landgut aus steuert, wird er plötzlich fromm, interessiert sich für Latein und die Bibel. Dieser Sinneswandel sorgt für Verwirrung, insbesondere bei seiner Schwester Anna und dem Franziskanermönch Fidelis, die ihn zuvor vergeblich bekehren wollten.
Anatol | von Arthur Schnitzler
Regie: Heinz Arthur Boltuch Darsteller: Heinz-Arthur Boltuch, Manuel Dragan, Anja Knafl, Christa Pillmann, Dagmar Sickl
Inhalt: Anatol – Schnitzlers wienerische Antwort auf Casanova und Don Juan: Anatol, ein Verführer, der stets hofft, verführt zu werden. Er ist zugleich Sieger und Verlierer im charmanten Liebes-Roulette und süchtig nach dem Spiel selbst. Denn jeder Gewinn – jede Eroberung – nährt die Hoffnung auf die wirkliche, einzige und wahre Liebe. Der wohlhabende Junggeselle Anatol, eleganter Charmeur und philosophischer Dandy, vertreibt sich – begleitet von seinem treuen Freund Max – die Zeit mit Liebesabenteuern und gerät dabei von einer Affäre in die nächste. Narzissmus, krankhafte Eifersucht und Liebesunfähigkeit stehen seiner persönlichen Erfüllung im Weg. In seinen oberflächlichen Begegnungen trifft er auf Künstlerinnen, verheiratete Frauen und junge Mädchen. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert schuf Schnitzler mit Anatol(1893) eine Paradefigur des Fin de Siécle. Anatol ist ein dekadenter, selbstverliebter Mann, dessen Leben den politischen Bedeutungsverlust einer ganzen bürgerlichen Generation spiegelt.
TG Stockenboi: Eine verrückte Familie | Lustspiel von Walter G. Pfaus, Wilhelm Köhler Verlag
Regie: Alexandra Rohr Schauspiel: Mario Kerschbaumer, Marina Müller-Innerwinkler, Marissa Flaschberger, Felicity Messner, Bernd Koschier, Sabrina Fercher Messner, Günter Kampitsch, Rosi Linder, Alois Kerschbaumer, Cornelia Lerchster
Inhalt: Es gibt bestimmt viele verrückte Familien, aber in dieser stimmt schon gar nichts: Vater Stefan, handwerklich völlig unbegabt, wird von keinem richtig ernst genommen, Mutter Verena, ohne Familiensinn, kümmert sich nur um die Kirche, die Kinder sind völlig respektlos, der Opa hat nur Blödsinn im Kopf und Oma vergisst ohnehin alles sofort. Hier geht wirklich alles drunter und drüber. Und dann kommt auch noch Carmen, Verenas beste Freundin, ins Haus und bringt Stefan in eine „eindeutige Situation“…
TG SchauMa: Die höchst beklagenswerte und gänzlich unbekannte Ehetragödie von ROMEO & JULIA – Ohne Tod kein Happy End | Komödie von Michael Niavarani,
Verlag Schulz&Schirm
Regie: Christian Wieser Schauspiel: Christian Wieser, Karin Ebenberger, Andrea Gander, Corinna Hackl, Udo Wenders, Michael Buzgi Buchacher, Hans Peter Kreuzberger, Gerhard Raunig, Marina Winkler, Bernadette Wernle, Mia Wieser, Lukas Haßler, Julia Eigner, Maximilian Spielbichler
Inhalt: Romeo und Julia sind nur deswegen das größte Liebespaar der Weltliteratur, weil sie nie miteinander leben mussten, sondern rechtzeitig gestorben sind. Im Falle unserer höchst beklagenswerten Komödie sind nicht die beiden Liebenden gestorben sondern die Liebe. Die Kinder sind aus dem Haus, die Geschäfte laufen gut – und plötzlich tauchen eine alte Liebe und eine junge Schauspielerin auf und allen Beteiligten schießt die Verliebtheit wieder ein! Sofort kommt es zu Lügen, Sex und Betrug … denn wie sagte William Shakespeare selbst: „Weise sein und lieben vermag kein Mensch!“
Amateurtheater Eitweg: Katzenzungen | Komödie von Miguel Mihura in der Fassung von Hans Weigel, Sessler Verlag
Regie: Karin Heine Schauspiel: Marion Hasse, Judith Schöler, Thomas Buballa, Kathrin Traußnig, Karin Heine, Julia Spanner, Andrea Menner, Edgar Menner, Roland Schöler, Astrid Koller, Luca Gutschi
Inhalt: Der schüchterne Vinzenz von Raupenstrauch befindet sich in festen Händen – in jenen seiner Mutter und seiner Tante –, als er in einer Bar das Mädchen Stupsi kennenlernt. Für den gutsituierten Schokoladenhersteller ist es höchste Zeit, sich eine Braut zu suchen. Stupsi, die hingegen im „ältesten Gewerbe der Welt“ arbeitet, und nichts von der ihr zugedachten Rolle als Braut ahnt, wird nun von Vinzenz in die Familie von Raupenstrauch eingeführt. Seine Mutter Leopoldine von Raupenstrauch und die schrullige Tante Fini sind sogleich entzückt von Stupsis bodenständiger Lebhaftigkeit und schmieden in Unkenntnis ihrer Tätigkeit sogleich Heiratspläne. Aber Stupsis Kolleginnen Dorli, Mirli und Puppi vermuten Böses, zumal sich nach und nach allerlei Familiengeheimnisse offenbaren, denen die Damen der Nacht auf den Grund gehen wollen.
Liebes Arschloch | Ein fulminanter Email-Dialog über die Themen unserer Zeit von Virginie Despentes
Regie: Katharina Schmölzer Schauspiel: Judith von der Werff, Andreas PattonKatharina Stemberger, Andreas Patton
Inhalt: Ein Posting im Internet bringt eine Schauspielerin, einen jüngeren Schauspieler und eine radikale Feministin im digitalen Austausch immer weiter zusammen. Ihre Themen sind #metoo, social media, Machtmissbrauch und Feminismus. Wo anfangs noch die Meinungen diametral entgegenstehen, geht es bald ungeschönt, aber auch versöhnlich um gegenseitiges Verständnis. Wut und Hass sollen der Toleranz weichen.
Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter. Nun traf es sich, dass der Müller mit dem König zu sprechen kam, und um sich ein Ansehen zu geben, sagte er zu ihm: „ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen.“
Der König sprach zum Müller, „das ist eine Kunst, die mir wohl gefällt. Wenn deine Tochter so geschickt ist, wie du sagst, so bring sie morgen in mein Schloss, da will ich sie auf die Probe stellen.“ Als nun das Mädchen zu ihm gebracht ward, nahm er sie mit auf sein Schloss und führte sie in eine Kammer, die lag ganz voll Stroh, gab ihr Rad und Haspel und sprach „jetzt mache dich an die Arbeit, und wenn du diese Nacht durch bis morgen früh dieses Stroh nicht zu Gold versponnen hast, so musst du sterben.“ Darauf schloss er die Kammer selbst zu und sie blieb allein darin.
Deutung: Da saß nun die arme Müllerstochter und wusste um ihr Leben keinen Rat: sie verstand gar nichts davon, wie man Stroh zu Gold spinnen konnte, und ihre Angst ward immer größer, als sie endlich zu weinen anfing. Da ging auf einmal die Türe auf, und trat ein kleines Männlein herein …
Dieses kecke Rumpelstilzchen, sein geheimnisvoller Tanz ums Feuer, der fast mystisch anmutende Spruch: „Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind ….“ und die spannende Suche nach seinem Namen hat Generationen von Märchenliebhabern begeistert. Aber ob das zwiespältige – mitleidige wie fordernde – Wesen des Rumpelstilzchens jemals wirklich verstanden wurde? Dieses Märchen wirft viele Fragen auf – und gibt vielleicht eine Antwort: Wer den Namen einer „bösen Macht“ kennt, wer sich also einen Begriff von davon machen kann, hat schon halb gewonnen. Erkennen macht frei. So erlebt es zumindest die junge Königin, die ihr Kind schließlich doch behalten darf.
VADA: LIEBE | frei nach Mária Kunsági, Ernesztin Rosenberg & Tibor Déry
Regie & Schauspiel: Yulia Izmaylova, Felix Strasser
Inhalt: Ein Stück über eine Frau zwischen Care-Arbeit und politischem Widerstand. Lucas Ehemann wird von der Staatspolizei verhaftet und zu 1O Jahren Haft verurteilt. Die einzige Routine in ihrem Leben bilden die Besuche bei der 9O-jährigen Schwiegermutter. Luca weiß: die alte Dame wird ihren Sohn nicht wiedersehen. Um die zartfühlige Mutter an ihrem Lebensabend nicht zu bekümmern, erfindet sie Geschichten: Fast jeden Tag trifft ein Brief bei der Schwiegermutter ein, der die Abwesenheit des Sohnes erklärt und das Warten erträglicher macht. Im kleinsten Theater Österreichs sitzt das Publikum im Schlafzimmer der alten Frau und fiebert mit Luca mit: Kann die Illusion aufrecht erhalten bleiben?
Liebes Arschloch | Ein fulminanter Email-Dialog über die Themen unserer Zeit von Virginie Despentes
Regie: Katharina Schmölzer Schauspiel: Judith von der Werff, Andreas PattonKatharina Stemberger, Andreas Patton
Inhalt: Ein Posting im Internet bringt eine Schauspielerin, einen jüngeren Schauspieler und eine radikale Feministin im digitalen Austausch immer weiter zusammen. Ihre Themen sind #metoo, social media, Machtmissbrauch und Feminismus. Wo anfangs noch die Meinungen diametral entgegenstehen, geht es bald ungeschönt, aber auch versöhnlich um gegenseitiges Verständnis. Wut und Hass sollen der Toleranz weichen.
klagenfurter ensemble: Atalanta | Thema: Wenn Mütter ihre Kinder töten | Uraufführung | von Kateřina Černá | Koproduktion mit Theater Kaendace
Regie: Anja M. Wohlfahrt Schauspiel: Sonja Kreibich, Sissi Noé
Inhalt: Diesmal ist das Thema der Mord am eigenen Kind, sowie in vielen Fällen auch der nachfolgende Suizid – der erweiterte Suizid also. Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr entdeckt man die Geschichten liebender Mütter, die nichts von kaltblütigen mordenden Ungeheuern haben, sondern meist durch häusliche Gewalt in eine ausweglose Lage gerieten und daran verzweifelten. Die Gesellschaft nennt sie dann „Monster“, um eine Einordnung zu finden und ihnen klar die Rolle des Bösen zuzuschreiben.
Amateurtheater Eitweg: Katzenzungen | Komödie von Miguel Mihura in der Fassung von Hans Weigel, Sessler Verlag
Regie: Karin Heine Schauspiel: Marion Hasse, Judith Schöler, Thomas Buballa, Kathrin Traußnig, Karin Heine, Julia Spanner, Andrea Menner, Edgar Menner, Roland Schöler, Astrid Koller, Luca Gutschi
Inhalt: Der schüchterne Vinzenz von Raupenstrauch befindet sich in festen Händen – in jenen seiner Mutter und seiner Tante –, als er in einer Bar das Mädchen Stupsi kennenlernt. Für den gutsituierten Schokoladenhersteller ist es höchste Zeit, sich eine Braut zu suchen. Stupsi, die hingegen im „ältesten Gewerbe der Welt“ arbeitet, und nichts von der ihr zugedachten Rolle als Braut ahnt, wird nun von Vinzenz in die Familie von Raupenstrauch eingeführt. Seine Mutter Leopoldine von Raupenstrauch und die schrullige Tante Fini sind sogleich entzückt von Stupsis bodenständiger Lebhaftigkeit und schmieden in Unkenntnis ihrer Tätigkeit sogleich Heiratspläne. Aber Stupsis Kolleginnen Dorli, Mirli und Puppi vermuten Böses, zumal sich nach und nach allerlei Familiengeheimnisse offenbaren, denen die Damen der Nacht auf den Grund gehen wollen.
VADA: LIEBE | frei nach Mária Kunsági, Ernesztin Rosenberg & Tibor Déry
Regie & Schauspiel: Yulia Izmaylova, Felix Strasser
Inhalt: Ein Stück über eine Frau zwischen Care-Arbeit und politischem Widerstand. Lucas Ehemann wird von der Staatspolizei verhaftet und zu 1O Jahren Haft verurteilt. Die einzige Routine in ihrem Leben bilden die Besuche bei der 9O-jährigen Schwiegermutter. Luca weiß: die alte Dame wird ihren Sohn nicht wiedersehen. Um die zartfühlige Mutter an ihrem Lebensabend nicht zu bekümmern, erfindet sie Geschichten: Fast jeden Tag trifft ein Brief bei der Schwiegermutter ein, der die Abwesenheit des Sohnes erklärt und das Warten erträglicher macht. Im kleinsten Theater Österreichs sitzt das Publikum im Schlafzimmer der alten Frau und fiebert mit Luca mit: Kann die Illusion aufrecht erhalten bleiben?
Liebes Arschloch | Ein fulminanter Email-Dialog über die Themen unserer Zeit von Virginie Despentes
Regie: Katharina Schmölzer Schauspiel: Judith von der Werff, Andreas PattonKatharina Stemberger, Andreas Patton
Inhalt: Ein Posting im Internet bringt eine Schauspielerin, einen jüngeren Schauspieler und eine radikale Feministin im digitalen Austausch immer weiter zusammen. Ihre Themen sind #metoo, social media, Machtmissbrauch und Feminismus. Wo anfangs noch die Meinungen diametral entgegenstehen, geht es bald ungeschönt, aber auch versöhnlich um gegenseitiges Verständnis. Wut und Hass sollen der Toleranz weichen.
klagenfurter ensemble: Atalanta | Thema: Wenn Mütter ihre Kinder töten | Uraufführung | von Kateřina Černá | Koproduktion mit Theater Kaendace
Regie: Anja M. Wohlfahrt Schauspiel: Sonja Kreibich, Sissi Noé
Inhalt: Diesmal ist das Thema der Mord am eigenen Kind, sowie in vielen Fällen auch der nachfolgende Suizid – der erweiterte Suizid also. Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr entdeckt man die Geschichten liebender Mütter, die nichts von kaltblütigen mordenden Ungeheuern haben, sondern meist durch häusliche Gewalt in eine ausweglose Lage gerieten und daran verzweifelten. Die Gesellschaft nennt sie dann „Monster“, um eine Einordnung zu finden und ihnen klar die Rolle des Bösen zuzuschreiben.
Anatol | von Arthur Schnitzler
Regie: Heinz Arthur Boltuch Darsteller: Heinz-Arthur Boltuch, Manuel Dragan, Anja Knafl, Christa Pillmann, Dagmar Sickl
Inhalt: Anatol – Schnitzlers wienerische Antwort auf Casanova und Don Juan: Anatol, ein Verführer, der stets hofft, verführt zu werden. Er ist zugleich Sieger und Verlierer im charmanten Liebes-Roulette und süchtig nach dem Spiel selbst. Denn jeder Gewinn – jede Eroberung – nährt die Hoffnung auf die wirkliche, einzige und wahre Liebe. Der wohlhabende Junggeselle Anatol, eleganter Charmeur und philosophischer Dandy, vertreibt sich – begleitet von seinem treuen Freund Max – die Zeit mit Liebesabenteuern und gerät dabei von einer Affäre in die nächste. Narzissmus, krankhafte Eifersucht und Liebesunfähigkeit stehen seiner persönlichen Erfüllung im Weg. In seinen oberflächlichen Begegnungen trifft er auf Künstlerinnen, verheiratete Frauen und junge Mädchen. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert schuf Schnitzler mit Anatol(1893) eine Paradefigur des Fin de Siécle. Anatol ist ein dekadenter, selbstverliebter Mann, dessen Leben den politischen Bedeutungsverlust einer ganzen bürgerlichen Generation spiegelt.
Der fast keusche Josef | Komödie von Cornelia Willinger, Wilhelm Köhler Verlag
Regie: Bianca Schlintl Schauspiel: Eduard Schlintl, Johanna Obmann, Mario Rauscher, Anna Ragoßnig, Sarah Prasser, Johann Pilgram, Sonja Höfferer
Inhalt: Wolfgang Josef Raublinger, eine charismatische Rotlichtgröße und Besitzer von Amüsierbetrieben, wandelt sich nach einem Reitunfall inklusive schwerer Gehirnerschütterung. Zuvor ein skrupelloser Spieler, der sein Imperium vom Landgut aus steuert, wird er plötzlich fromm, interessiert sich für Latein und die Bibel. Dieser Sinneswandel sorgt für Verwirrung, insbesondere bei seiner Schwester Anna und dem Franziskanermönch Fidelis, die ihn zuvor vergeblich bekehren wollten.
Amateurtheater Eitweg: Katzenzungen | Komödie von Miguel Mihura in der Fassung von Hans Weigel, Sessler Verlag
Regie: Karin Heine Schauspiel: Marion Hasse, Judith Schöler, Thomas Buballa, Kathrin Traußnig, Karin Heine, Julia Spanner, Andrea Menner, Edgar Menner, Roland Schöler, Astrid Koller, Luca Gutschi
Inhalt: Der schüchterne Vinzenz von Raupenstrauch befindet sich in festen Händen – in jenen seiner Mutter und seiner Tante –, als er in einer Bar das Mädchen Stupsi kennenlernt. Für den gutsituierten Schokoladenhersteller ist es höchste Zeit, sich eine Braut zu suchen. Stupsi, die hingegen im „ältesten Gewerbe der Welt“ arbeitet, und nichts von der ihr zugedachten Rolle als Braut ahnt, wird nun von Vinzenz in die Familie von Raupenstrauch eingeführt. Seine Mutter Leopoldine von Raupenstrauch und die schrullige Tante Fini sind sogleich entzückt von Stupsis bodenständiger Lebhaftigkeit und schmieden in Unkenntnis ihrer Tätigkeit sogleich Heiratspläne. Aber Stupsis Kolleginnen Dorli, Mirli und Puppi vermuten Böses, zumal sich nach und nach allerlei Familiengeheimnisse offenbaren, denen die Damen der Nacht auf den Grund gehen wollen.
Maltataler Laienspielgruppe: Das Findelkind | Lustspiel von Martina Schwemberger, Plausus Theaterverlag
Schauspiel: Katrin Payer, Bernhard Pacher, Werner Pacher, Marie Feistritzer, Ines Eigner, Daniel Aschbacher, Renate Pacher, Laura Sternat, Othmar Florian
Inhalt: Im Pfarrhaus wird der junge Pfarrer Martin erwartet, da Pfarrer Michel einen Kreislaufkollaps hatte und sich noch schonen soll. Dies ist allerdings leichter gesagt als getan, tragen doch Jung und Alt jede Menge Probleme an die Geistlichkeit heran. Bereits am ersten gemeinsamen Abend im Pfarrhaus taucht ein äußerst ungewohntes Problem auf. Am besten wäre es, alles geheim zu halten. Dies gelingt aber nicht allzu lange, da die zwei größten Tratschweiber vom ganzen Ort Wind von der Sache bekommen. Ein Skandal bahnt sich an, und Pfarrer Michel hat größte Mühe seine Schäfchen zu besänftigen.
TG Ferlach: Der goldene Schlüssel | Lustspiel von Katja und Alexander Ockenfels, Riederverlag
Schauspiel: Petra Trebelsberger, Helga Jelitsch, Rosemarie Uran, Harald Römer, Werner Kogler, Erwin Schaunik, Klaus Melbinger, Christian Schuster, Flora Melbinger
Inhalt: Katrin Neubauer möchte den von ihrer Großmutter geerbten Gasthof wieder neu eröffnen. Ihre Mutter Inge hält mehr von Feng Shui als von guter Küche, die Fußballer Stefan und Michael sind ihr mit einer „glorreichen“ Idee nach der anderen eine richtige Hilfe und Bürgermeister Paul sowie Stammgast Horst freuen sich besonders auf die Eröffnung. Postbotin Erika sorgt mit ihrer neugierigen Art immer wieder für Überraschungen und dann noch der Geschäftsmann Anton, der mit allen Wassern gewaschen ist, um endlich den Gasthof zu kaufen. Dass hier bereits Turbulenzen vorprogrammiert sind, das versteht sich von selbst.
TG Stockenboi: Eine verrückte Familie | Lustspiel von Walter G. Pfaus, Wilhelm Köhler Verlag
Regie: Alexandra Rohr Schauspiel: Mario Kerschbaumer, Marina Müller-Innerwinkler, Marissa Flaschberger, Felicity Messner, Bernd Koschier, Sabrina Fercher Messner, Günter Kampitsch, Rosi Linder, Alois Kerschbaumer, Cornelia Lerchster
Inhalt: Es gibt bestimmt viele verrückte Familien, aber in dieser stimmt schon gar nichts: Vater Stefan, handwerklich völlig unbegabt, wird von keinem richtig ernst genommen, Mutter Verena, ohne Familiensinn, kümmert sich nur um die Kirche, die Kinder sind völlig respektlos, der Opa hat nur Blödsinn im Kopf und Oma vergisst ohnehin alles sofort. Hier geht wirklich alles drunter und drüber. Und dann kommt auch noch Carmen, Verenas beste Freundin, ins Haus und bringt Stefan in eine „eindeutige Situation“…
VADA: LIEBE | frei nach Mária Kunsági, Ernesztin Rosenberg & Tibor Déry
Regie & Schauspiel: Yulia Izmaylova, Felix Strasser
Inhalt: Ein Stück über eine Frau zwischen Care-Arbeit und politischem Widerstand. Lucas Ehemann wird von der Staatspolizei verhaftet und zu 1O Jahren Haft verurteilt. Die einzige Routine in ihrem Leben bilden die Besuche bei der 9O-jährigen Schwiegermutter. Luca weiß: die alte Dame wird ihren Sohn nicht wiedersehen. Um die zartfühlige Mutter an ihrem Lebensabend nicht zu bekümmern, erfindet sie Geschichten: Fast jeden Tag trifft ein Brief bei der Schwiegermutter ein, der die Abwesenheit des Sohnes erklärt und das Warten erträglicher macht. Im kleinsten Theater Österreichs sitzt das Publikum im Schlafzimmer der alten Frau und fiebert mit Luca mit: Kann die Illusion aufrecht erhalten bleiben?
Liebes Arschloch | Ein fulminanter Email-Dialog über die Themen unserer Zeit von Virginie Despentes
Regie: Katharina Schmölzer Schauspiel: Judith von der Werff, Andreas PattonKatharina Stemberger, Andreas Patton
Inhalt: Ein Posting im Internet bringt eine Schauspielerin, einen jüngeren Schauspieler und eine radikale Feministin im digitalen Austausch immer weiter zusammen. Ihre Themen sind #metoo, social media, Machtmissbrauch und Feminismus. Wo anfangs noch die Meinungen diametral entgegenstehen, geht es bald ungeschönt, aber auch versöhnlich um gegenseitiges Verständnis. Wut und Hass sollen der Toleranz weichen.
Theater Artis: Saunamonolog | von Georg Danzer, Sessler Verlag
Regie und Produktionsleitung: Michael Watzenig Co-Regie und Schauspiel: Robert Grießner
Inhalt: Ein Mann. Eine Sauna. Ein Monolog. Was als lockere Plauderei im Ruheraum einer Sauna beginnt, wird rasch zur gnadenlosen Selbstentlarvung. Vor dem Publikum offenbart sich das Porträt eines scheinbar harmlosen Durchschnittsmenschen – voller Widersprüche, Ausflüchte, Lebenslügen und verdrehter Wahrheiten. Mit Schmäh, radikal-satirischer Zuspitzung und bitterer Ehrlichkeit seziert Georg Danzer dabei die Mechanismen von Selbstbetrug, veralteten Männlichkeitsbildern, Alltagsrassismus, gesellschaftlicher Bequemlichkeit und Co.
Sturm im Gurkenglas | Komödie von Andreas Wening, Plausus Theaterverlag
Regie: Erwin Beiweis Schauspiel: Ingrid Lukas, Evanthia Wutte, Eveline Bretis, Jacqueline Lattacher, Erika Kofler, Nina Pagitz, Martina Flaschberger, Adam Tamegger, Martin Zarre, Felix Bretis, Peter Brigola, Simon Nickles, Niklas Martin, Heinrich Krainer
Inhalt: Gurkenfabrikant Hubert von Dillmann steckt in einer ernsten wirtschaftlichen Krise und muss seinen Lebensstil grundlegend überdenken. Er versucht mit aller Kraft, Ordnung und Stabilität zu bewahren, doch seine Ehefrau Konstanze, die an Luxus, Sicherheit und gesellschaftliches Ansehen gewöhnt ist, reagiert gereizt und zeigt wenig Verständnis für Einschränkungen. Zwischen Verantwortung und persönlichen Erwartungen geraten die beiden immer häufiger aneinander. Eine turbulente Nacht voller Konflikte, Enthüllungen und unerwarteter Ereignisse zwingt das Paar, sich ihren Problemen zu stellen und Entscheidungen zu treffen, die ihre gemeinsame Zukunft nachhaltig verändern könnten.
klagenfurter ensemble: Atalanta | Thema: Wenn Mütter ihre Kinder töten | Uraufführung | von Kateřina Černá | Koproduktion mit Theater Kaendace
Regie: Anja M. Wohlfahrt Schauspiel: Sonja Kreibich, Sissi Noé
Inhalt: Diesmal ist das Thema der Mord am eigenen Kind, sowie in vielen Fällen auch der nachfolgende Suizid – der erweiterte Suizid also. Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr entdeckt man die Geschichten liebender Mütter, die nichts von kaltblütigen mordenden Ungeheuern haben, sondern meist durch häusliche Gewalt in eine ausweglose Lage gerieten und daran verzweifelten. Die Gesellschaft nennt sie dann „Monster“, um eine Einordnung zu finden und ihnen klar die Rolle des Bösen zuzuschreiben.
Anatol | von Arthur Schnitzler
Regie: Heinz Arthur Boltuch Darsteller: Heinz-Arthur Boltuch, Manuel Dragan, Anja Knafl, Christa Pillmann, Dagmar Sickl
Inhalt: Anatol – Schnitzlers wienerische Antwort auf Casanova und Don Juan: Anatol, ein Verführer, der stets hofft, verführt zu werden. Er ist zugleich Sieger und Verlierer im charmanten Liebes-Roulette und süchtig nach dem Spiel selbst. Denn jeder Gewinn – jede Eroberung – nährt die Hoffnung auf die wirkliche, einzige und wahre Liebe. Der wohlhabende Junggeselle Anatol, eleganter Charmeur und philosophischer Dandy, vertreibt sich – begleitet von seinem treuen Freund Max – die Zeit mit Liebesabenteuern und gerät dabei von einer Affäre in die nächste. Narzissmus, krankhafte Eifersucht und Liebesunfähigkeit stehen seiner persönlichen Erfüllung im Weg. In seinen oberflächlichen Begegnungen trifft er auf Künstlerinnen, verheiratete Frauen und junge Mädchen. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert schuf Schnitzler mit Anatol(1893) eine Paradefigur des Fin de Siécle. Anatol ist ein dekadenter, selbstverliebter Mann, dessen Leben den politischen Bedeutungsverlust einer ganzen bürgerlichen Generation spiegelt.
Der fast keusche Josef | Komödie von Cornelia Willinger, Wilhelm Köhler Verlag
Regie: Bianca Schlintl Schauspiel: Eduard Schlintl, Johanna Obmann, Mario Rauscher, Anna Ragoßnig, Sarah Prasser, Johann Pilgram, Sonja Höfferer
Inhalt: Wolfgang Josef Raublinger, eine charismatische Rotlichtgröße und Besitzer von Amüsierbetrieben, wandelt sich nach einem Reitunfall inklusive schwerer Gehirnerschütterung. Zuvor ein skrupelloser Spieler, der sein Imperium vom Landgut aus steuert, wird er plötzlich fromm, interessiert sich für Latein und die Bibel. Dieser Sinneswandel sorgt für Verwirrung, insbesondere bei seiner Schwester Anna und dem Franziskanermönch Fidelis, die ihn zuvor vergeblich bekehren wollten.
Der Liebestrank – L’elisir d’amore
Melodramma in zwei Akten von Gaetano Donizetti / Libretto von Felice Romani nach dem Libretto von Eugène Scribe zu der Oper »Le Philtre« (1831) von Daniel-François-Esprit Auber / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Der junge Bauer Nemorino ist über beide Ohren verliebt in die schöne und zudem noch reiche Adina, doch er wagt es nicht, um sie zu werben. In der Geschichte von Tristan und Isolde erkennt er die Lösung für sein Problem: Ein Liebestrank muss her! Als dann auch noch eine Kompanie Soldaten mit dem machohaften Belcore an der Spitze ins Dorf kommt, drängt die Zeit, denn Adina scheint Gefallen an dem selbstbewussten Sergeanten zu finden. Just in diesem Moment hält der reisende Medicus Dulcamara Einzug im Dorf und preist seine Medizin an, die gegen alle Leiden helfen soll. Bei ihm erwirbt Nemorino eine Flasche des legendären Liebestranks der Isolde. Freilich hat Dulcamara ihm nichts anderes verkauft als eine Flasche Rotwein, doch zur Überraschung des Quacksalbers führt das Getränk nach einigen Verwicklungen zum gewünschten Ziel und vereint das junge Liebespaar.
Nach verspäteter Abgabe des Librettos genügten Gaetano Donizetti weniger als drei Wochen, um eines der schillerndsten Juwelen der Opernliteratur zu schaffen. Schonungslos, aber voller Liebe und Zuneigung für die Charaktere, werden in L’elisir d’amore die Schwächen und Eitelkeiten des Menschlich-Allzumenschlichen offengelegt. Im Mikrokosmos eines »baskischen Dorfes« kondensieren sich die ganz großen Fragen des Lebens in mal süßen, mal schmelzenden, mal mitreißenden Melodien – und anders als in der großen Welt da draußen kommt zumindest in dieser musikalischen Komödie am Ende alles in Ordnung.